Schlosspark Tiefurt

Beschreibung

Vier Kilometer östlich vom Weimarer Stadtzentrum liegt der 21 Hektar große Schlosspark Tiefurt zu beiden Seiten der Ilm. Die Parkpartien an den beiden Ufern können unterschiedlicher kaum sein: Vor dem ehemaligen Kammergutsgebäude finden sich sanft abfallende Wiesen mit schönen raumbildenden Baumgruppen, während der Steilhang am Ostufer dicht mit Bäumen bewachsen ist und so dem inneren Park einen anmutigen Rahmen gibt. Dazu bereichern gartenarchitektonische Details das Spaziererlebnis im Schlosspark.

1776 legte Prinz Friedrich Ferdinand Constantin gemeinsam mit Karl Ludwig von Knebel den englischen Landschaftspark mit geschwungenen Wegen, ersten Parkarchitekturen und vielfältigen Pflanzungen an. Ab 1781 führte Herzogin Anna Amalia die Gestaltung fort und schmückte das Areal mit Bauwerken wie dem Vergilgrab und dem Musentempel aus. Nach Plünderung und Bedeutungsverlust ab 1806 erhielt der Park erst durch die Umgestaltung unter Hofgärtner Eduard Petzold (1846–1850) seine prägende Gestalt zurück; viele der heutigen Baumgruppen stammen aus dieser Zeit.

Das Gartengesamtkunstwerk, das zusammen mit dem Schloss als Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“ zum UNESCO-Welterbe gehört, ist ein bedeutendes Zeugnis des frühen sentimentalen Landschaftsgartens und lädt zur Erkundung zahlreicher Denkmale ein.

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