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Riechheim, ein idyllisches Dorf am Südrand des Thüringer Beckens, schmiegt sich in etwa 400 Metern Höhe an den Westhang des imposanten Riechheimer Berges. Mit 513 Metern ist der Riechheimer Berg die höchste Erhebung in der Region und gibt nicht nur der Verwaltungsgemeinschaft ihren Namen, sondern zieht auch zahlreiche Besucher aus dem nahegelegenen Erfurt an, die Ruhe und Erholung in dieser landschaftlich reizvollen Umgebung suchen. Seit den 1990er-Jahren hat sich Riechheim durch den Bau mehrerer Wohngebiete weiterentwickelt und ist heute mit rund 600 Einwohnern der größte Ortsteil der Gemeinde Elleben.
Die Geschichte Riechheims reicht weit zurück, bis in die Jungsteinzeit, wie Funde von Feuersteingeräten auf dem Berg belegen. Der Ort selbst wurde erstmals 1379 erwähnt und geht wahrscheinlich auf eine Raststätte zurück, die sich an einer Quelle befand. Schwere Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg hinterließen tiefe Spuren, und die historische St.-Gallus-Kirche wurde 1646 während eines Brandes durch Truppen zerstört. Der heutige Kirchenbau stammt aus dem Jahr 1647 und beherbergt seit 1747 eine prachtvolle Orgel aus der Werkstatt des renommierten Orgelbauers Johann Stephan Schmaltz.
Heute ist die St.-Gallus-Kirche ein lebendiger Teil der Gemeinde, in deren Räumen regelmäßig ein Chor mit über 20 Sängerinnen und Sängern probt. Neben der Kirche, dem Mittelpunkt des kulturellen Dorflebens, werden alte Traditionen gepflegt, die das Gemeinschaftsgefühl stärken. Das jährliche Weihnachtsbaumverbrennen, eine stimmungsvolle Sonnenwendfeier und das gemütliche Kartoffelfeuer sind nur einige der Feste, die die Riechheimer zusammenschweißen. Zudem gibt es eine Jugendbibliothek, eine Strickstube, eine Tanzgruppe namens "Riechheimer Bergwirbel" und eine engagierte Freiwillige Feuerwehr, die sich um Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene kümmert.
Riechheim ist landwirtschaftlich geprägt, wobei heute die meisten Bewohner in die nahegelegenen Städte Erfurt und Arnstadt pendeln. Das Dorf selbst bietet mit drei Gaststätten, darunter das Gasthaus Riechheimer Berg, Möglichkeiten zum Einkehren und Genießen. Eine kleine Autowerkstatt und einige traditionsreiche Bauernhöfe runden das Bild eines modernen, aber stark in seiner Geschichte und Tradition verwurzelten Dorfes ab.
Die Anbindungen nach Hohenfelden, Gügleben und Schellroda sorgen für eine gute Erreichbarkeit, und das charmante Ortsbild mit seinem lebendigen Dorfleben und dem nahegelegenen Riechheimer Berg machen Riechheim zu einem besonderen Flecken im Thüringer Land – ideal für Naturliebhaber, Geschichtsinteressierte und alle, die die ursprüngliche Thüringer Lebensart schätzen.