Schlossgarten Ehrenstein


Beschreibung

Es gibt Orte, an denen die Zeit ein wenig langsamer zu gehen scheint. Der Schlossgarten von Schloss Ehrenstein in Ohrdruf ist genau so ein Rückzugsort. Wer durch das schmiedeeiserne Tor tritt, lässt die Hektik des Alltags hinter sich und taucht ein in eine grüne Oase, die weit mehr ist als nur eine gepflegte Parkanlage – sie ist ein lebendiges Denkmal thüringischer Kulturgeschichte.

Ein Park zum Flanieren und Träumen

Der Garten besticht durch seine gelungene Mischung aus barocker Struktur und dem Charme eines englischen Landschaftsparks. Mächtige, alte Baumriesen werfen lange Schatten auf die weitläufigen Rasenflächen, während die sanft dahinfließende Ohra am Rande des Parks für eine beruhigende Geräuschkulisse sorgt. Nach der aufwendigen Sanierung des Schlosses erstrahlt das Ensemble aus Architektur und Natur heute schöner denn je.

Auf den Spuren eines jungen Genies

Doch der Schlossgarten ist nicht nur ein Ort für Naturfreunde, sondern auch ein Pilgerziel für Musikliebhaber. Hier, im Schatten des Schlosses, wandelte einst einer der größten Komponisten der Weltgeschichte: Johann Sebastian Bach.

Nach dem frühen Tod seiner Eltern kam der junge Johann Sebastian im Jahr 1695 als Zehnjähriger nach Ohrdruf, um bei seinem älteren Bruder Johann Christoph zu leben. Es waren diese prägenden Jahre in Ohrdruf, in denen Bach das Fundament für sein unvergleichliches Können legte.

„In Ohrdruf lernte Bach nicht nur das Orgelspiel – er lernte, die Welt mit den Ohren eines Genies zu verstehen.“

Ein Besuch, der nachklingt

Heute lädt der Schlossgarten dazu ein, es dem jungen Bach gleichzutun: Wandeln Sie auf den historischen Pfaden, genießen Sie den Blick auf die imposante Fassade des Renaissanceschlosses und lassen Sie die Seele baumeln. Ob beim Picknick unter alten Platanen oder einem meditativen Spaziergang entlang der Ohra – die besondere Aura dieses Ortes inspiriert noch heute.

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