- Besuchen & Genießen
- Erlebniskarte interaktiv
- Stadtmuseum Beschußanstalt
Beschreibung
Geschichtsbegeisterte sollten dem Gebäude der Ehemalig Herzoglich-Sächsischen Beschußanstalt im südthüringischen Zella-Mehlis unbedingt einen Besuch abstatten. Der 1893 für die Haltbarkeitsprüfung von Handfeuerwaffen errichte Komplex beherbergt heute das Stadtmuseum des staatlich anerkannten Erholungsortes und fasziniert Jung und Alt Jahr für Jahr aufs Neue mit einer Fülle an entdeckenswerten Exponaten und Informationen rund um die Historie von Ort und Region. Wer weiß noch, dass heutige Weltkonzerne wie MAN oder Rheinmetall hier ihre tatkräftigen Gründer fanden? Dass ein mutiger Industriepionier aus Zella-Mehlis den Siegeszug des Automobils maßgeblich mit vorangetrieben hat? Dass die erste deutsche Briefmarke – der Schwarze Einser – von einem Zella-Mehliser ersonnen wurde oder dass Mercedes Schreib- und Rechenmaschinen aus Zella-Mehlis vor der Erfindung der Computer zum weltweiten Informations- und Datenaustausch beigetragen haben? James Bond wäre ohne seine Zella-Mehliser Walther-PPK sicher auch nur halb so cool und so manch feine Weinflasche bliebe ohne die einstmals weltberühmten Korkenzieher hiesiger Produktion ungeöffnet. Eingebettet sind diese einzigartigen Zeitzeugen und Zeugnisse der Industriegeschichte natürlich in ein Gesamtkonzept, das erstklassig strukturiert Aufschluss über alle wesentlichen Entwicklungsstadien und vielfältigen Sonderheiten der Stadt gibt. Freunde frühzeitlich-archäologischer Funde im Thüringer Wald kommen genauso auf ihre Kosten, wie Sportfans, die vergangenen Helden, etwa dem Olympiasieger im Skispringen Dr. Helmut Recknagel, nachspüren wollen. Einen Schwerpunkt nimmt das Handwerk für den Bau von Handfeuerwaffen sowie das dazugehörige Beschusswesen ein, das Zella-Mehlis über viele Jahrhunderte Ansehen eintrug und heute mit einer Vielzahl an seltenen Objekten, erhellenden Bebilderungen und wissenswerten Fakten museal zur Anschauung gebracht wird. Und wem das nicht genügt, der wird vielleicht in den Heimatstuben des Hauses, zwischen historischen Trachten und Gerätschaften, die unseren Vorfahren den Alltag erleichterten, nostalgische Momente erleben. Kleine Besucher dürfen sich über eine lustige Fragen-Rallye mit Museumsmaskottchen Burni freuen, an deren Ende sogar kleine Preise winken. Überhaupt ist das Museum sehr familienfreundlich gestaltet, was sich nicht nur in preiswerten Familienkarten, sondern auch in der schönen Lesbarkeit von Erklärungstexten, Mitmach-Gelegenheiten, etwa einem Biathlon-Laserschießstand oder einer historischen Schreibmaschine niederschlägt. Nicht umsonst wurde die Einrichtung von familienausflug.info zum TOP Ausflugsziel 2022 für Familien in Thüringen gewählt. Als besonderes Erinnerungsstück können kleine Brakteaten aus Aluminium, Kupfer oder sogar Silber im Museumsshop erworben und selbst geprägt werden.