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- Orangerie Gotha
Beschreibung
Die östlich des Schosses Friedenstein gelegene Herzogliche Orangerie Gotha zählt zu den bedeutendsten barocken Orangerie-Anlagen im deutschsprachigen Raum. Ihre Ursprünge reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, als am Hof von Sachsen-Gotha bereits Zitronen- und Pomeranzenbäume kultiviert und in Schlossgewölben überwintert wurden. Aus ersten Pflanz- und Gewächshäusern entwickelte sich schrittweise eine wachsende Sammlung exotischer Kübelpflanzen.
Der repräsentative Ausbau der Anlage begann ab 1747 unter Herzog Friedrich III.: Der Architekt Gottfried Heinrich Krohne entwarf eine symmetrische Orangerie nach französischem Vorbild mit Orangen- und Lorbeerhaus sowie Treibhäusern. Bis zur Fertigstellung im späten 18. Jahrhundert wurde Gotha zu einem bedeutenden Zentrum der Orangerie-Kultur.
Im 19. und 20. Jahrhundert veränderte sich die Nutzung zunehmend, Teile der Anlage wurden beschädigt oder umfunktioniert. Heute steht die Orangerie als eindrucksvolles Zeugnis barocker Gartenkunst im Mittelpunkt umfangreicher Restaurierungs- und Erhaltungsmaßnahmen.
Die Orangerie ist ganzjährig geöffnet und lädt zum Verweilen sowie zu verschiedenen Veranstaltungen ein.